Ein (kleiner) Jahresrückblick….

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Published on: 15. Dezember 2022

Verabschiedung, die Physikanten

und eine Feier!  

Frau Eisele hört dann mal auf…

Rainer Grünebaum von den „Physikanten“ mit Kindern und

Sabine Eisele auf der Bühne!

Herr Wist (in Schwarz) muss nur noch zufassen,

dann fließt ein Strom!

 

Offiziell ging Sabine Eisele schon zum Schuljahresende

2021/22 in den Ruhestand. Sie arbeitete aber als Vertre-

tungskraft noch bis zu den Weihnachtsferien. Gefeiert

wurde sie aber schon vor den Sommerferien. Dazu ein

Gastbeitrag von Felix Eisele:

Welche Fähigkeiten haben die vier Elemente? Was für Experimente erwarten mich in der heimischen Küche? Wie hängen Licht und Farbe zusammen? Wohin fließt Strom? Und wie funktioniert eigentlich ein Computer?

Diesen und noch vielen weiteren Fragen gingen jetzt die Oppenweher Grundschüler auf den Grund. In einer groß angelegten Projektwoche widmeten sie sich auf spielerische, aber durchaus lehrreiche Art und Weise den großen Geheimnissen der Naturwissenschaften – und durften ihre Forschungsergebnisse schließlich auch der breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Physik und Biologie, Chemie und Informatik standen im Mittelpunkt, als Schüler, Lehrer und Eltern zum Fest an der Wagenfelder Straße baten. Auf dem Pausenhof und in den Klassenräumen herrschte aufgeregtes Treiben. Schließlich wollten die vielen kleinen Nachwuchswissenschaftler allen zeigen, wie sie erlernte Theorien in die Praxis umsetzen. In den beiden ersten Klassen ging es dabei um die Lehre der vier Elemente. Dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist, Luft zum Atmen benötigt wird und ohne Erde auch keine Pflanzen wachsen können, stellten die Schüler in allerlei Experimenten eindrucksvoll zur Schau. Sogar die Auswirkungen des Treibhauseffekts konnten staunende Besucher anhand von Thermometern und Glaskuppeln hautnah beobachten.

In der 2a beschäftigten sich die Kinder derweil mit der Frage, wann ein Gegenstand schwimmt – und wann er zu Boden sinkt. Mithilfe von Eiern und Salz, Wasser und Tinte oder auch kleinen Papierschiffchen und Spülmittel zeigten sie, dass die Schwimmfähigkeit nicht allein vom Gegenstand selbst, sondern auch von der Zusammensetzung der Flüssigkeit abhängt. Die 2b widmete sich hingegen lieber dem Feuer – und erkundeten unter anderem, wann eine Kerze brennt und wie sich Luftentzug auf Flammen auswirkt.

In der 3a schlug unterdessen die Stunde der Informatiker. Unter fachkundiger Anleitung von Lehrer Klaus Militz-Frank beschäftigten sich die Schüler mit Computern und insbesondere ihrer Programmierung. Das eigens für Bildungszwecke entwickelte Calliope-System stand dabei im Mittelpunkt – und ermöglichte den Nachwuchs-IT-Experten gleichsam einfache wie nützliche und unterhaltsame Codierungen für den Alltag: Eine Ja-Nein-Maschine, eine Stoppuhr oder auch der Spiel-Klassiker Schere, Stein, Papier fanden auf diesem Weg eine digitale Umsetzung.

Während Geldwäsche beim Gesetzgeber in der Regel nur wenig Begeisterung auslöst, sah das in der 3b schon ganz anders aus. Die Reinigung von verschmutzten Münzen mittels Essig und Salz war einer von vielen chemischen Versuchen, die von den kleinen Laboranten ausgiebig zur Schau gestellt wurden. Doch auch andere Haushaltsmittel kamen zum Einsatz: Dass mit Backpulver ein Vulkan gebaut oder aus Öl und Lebensmittelfarbe ein kleines Feuerwerk entstehen kann, gehört seit der Projektwoche zum Repertoire der Drittklässler und dürfte so manche heimische Küche zur Versuchsstation umfunktionieren.

Strom und Elektrizität standen derweil in der 4a auf dem Plan. Dabei befassten sich die Schüler nicht nur mit Stromkreisen, der Funktionsweise von elektrischen Alltagsgeräten oder Einsparpotenzialen beim Verbrauch, sondern auch mit verschiedenen Energiequellen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sogar eine einfache Zitrone ganz leicht Strom erzeugen kann?

Den hätten die Schüler der 4b für ihre Versuchsreihe sicher gut gebrauchen könne. Dort nämlich ging es um das Zusammenspiel von Licht und Farbe. Mit Taschenlampen und Transparentpapier wurde etwa Lebensmitteln ein völlig neuer Anstrich verpasst. Auch Regenbögen wurden ganz ohne Wolkenbruch erzeugt. Dazu wurde nur etwas Licht, Wasser und ein Spiegel benötigt.

Für einen Höhepunkt sorgte auch der Auftritt von Rainer Grünebaum in der Aula. Als Mitglied der naturwissenschaftlichen Showgruppe „Die Physikanten“ nahm er seine Zuschauer mit auf eine unterhaltsame und lehrreiche Reise durch die Elemente. Nie um einen Witz verlegen zeigte er in spektakulären Experimenten, dass Wasser auch magnetisch wirken kann, Feuer beweglich ist, Luft sichtbar gemacht werden kann oder Strom und Musik sogar durch Menschen fließen kann. Sehr zur Begeisterung sämtlicher Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Unter letzteren gebührte dabei insbesondere Sabine Eisele eine Ehrenrolle. Nicht nur, weil sie als Leiterin der Chemie-AG eine besondere Affinität zur Naturwissenschaft pflegt – für sie endete an diesem Tag auch ihre Tätigkeit als Lehrerin. Bevor sie sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete, durfte sie in eigens angefertigtem Laborkittel noch einmal Teil eines Bühnenexperiments sein. Zudem gab es ein Abschiedsständchen der Schüler und ein Dankeschön von Elternschaft und Kollegium.


 

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